Pilgern in Sachsen hat eine lange Tradition und wird seit einigen Jahren neu belebt. Als Übernachtungsmöglichkeit können Sie auf Ihrer Pilgerreise unsere Jugendherbergen in Sachsen nutzen. Wer sich auf Pilgerreise auf dem Ökumenischen Pilgerweg, den Sächsischen Jakobsweg oder dem Lutherweg befindet, kann auch ohne gültige Mitgliedschaft im DJH in einer Jugendherberge in Sachsen übernachten. Der Pilgerausweis gilt dabei als Mitgliedskarte.

Pilgern auf dem Lutherweg

Der jüngste, aber nicht minder traditionelle Pilgerweg ist der Lutherweg. Zum Jubiläum 500 Jahre Reformation, das 2017 begangen wird, entstand der Lutherweg und führt durch Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Bayern. Sämtliche Jugendherbergen entlang des Pilgerwegs stehen für Übernachtungen zur Verfügung.

Alle Informationen zum Lutherweg: www.lutherweg.jugendherberge.de

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Pilgern auf dem Sächsischen Jakobsweg

© Sächsischer Jakobsweg an der Frankenstraße e.V.
Karte Sächsischer Jakobsweg

Seit Januar 2009 bemüht sich der Verein "Sächsischer Jakobsweg an der Frankenstraße e.V.", den Weg der Jakobspilger entlang der mittelalterlichen Frankenstraße von Bautzen nach Hof wiederzubeleben. Ab dem ersten Juni-Wochenende 2013, fast auf den Tag genau vier Jahre nach der Gründung des Vereins, ist es so weit und der Sächsische Jakobsweg wird in Freiberg offiziell eröffnet. Er ist durchgehend mit dem Zeichen der Jakobsmuschel markiert und 307 Kilometer lang.

Der Sächsische Jakobsweg und der Jakobsweg Vogtland gehören zu einem Netz europäischer Jakobswege, die sich im südfranzösischen St.-Jean-Pied-de-Port bündeln und von dort letztendlich nach Santiago de Compostela führen.

Der Weg

Die Frankenstraße bildete sich in Sachsen erst im 13. Jahrhundert heraus und diente als Verbindung zwischen der Oberlausitz mit den großen süddeutschen Städten. Die Streckenführung am Fuß des Erzgebirges ist wohl in erster Linie bestimmt durch die Entwicklung der Reichsstädte Zwickau und Chemnitz sowie durch das Bergbauzentrum Freiberg. 1296 etwa wird den Zwickauer Bürgern Zollfreiheit auf den Jahrmärkten in der Mark Meißen gewährt, was wiederum die Existenz der Frankenstraße voraussetzte. In der Oberlausitz verfestigte sich der Verlauf der Frankenstraße erst im 15. Jahrhundert. Von Bautzen aus führte sie über Bischofswerda nach Dresden; in umgekehrter Richtung vermittelte sie so den Anschluss an die Hohe Straße, die Via Regia, die als ehemals längste Ost-West-Verbindung von der heutigen Ukraine aus nach Santiago de Compostela führte.

Letztendlich war es Kurfürst Friedrich II., der 1462 die Straße von Schlesien nach Franken verbindlich festlegte. Wörtlich heißt es in seinem Erlass: „… von Budessin die Wagen, die gein Francken wollen, sullen von Budissin gehen uf Bischofswerde, Dresden, Fribergk, Kempnitz, Zwickau, Voitzpergk und furt gein Francken“. Mit „Voitzpergk“ ist das heutige Schloss Voigtsberg bei Oelsnitz gemeint.

Dieses lag an der „Alten Straße“, die von Zwickau aus durch das Vogtland nach Hof führte. Ab Zwickau heißt der Pilgerweg deshalb „Jakobsweg Vogtland“.

Weiterführende Informationen: Sächsischer Jakobsweg

Pilgern auf dem Ökumenischen Pilgerweg - Via Regia

© Ökumenischer Pilgerweg e.V.
Karte Ökumenischer Pilgerweg

Der Weg

Die Via Regia zählt zu den bekanntesten Handelsstraßen des Mittelalters. Neben den Händlern nutzten auch zahlreiche Pilger diese Route. Der Ökumenische Pilgerweg bringt diese Tradition in die Moderne. An der gelben Muschel auf blauem Grund können sich die Pilger orientieren, wenn sie die 450km von Görlitz an der polnischen Grenze bis Vacha im Westen Thüringens oder auch nur Teilstrecken zurücklegen möchten. Die bewusste Reise zu Fuß durch die schönen Landschaften Sachsens und Thüringens lassen den Geist zur Ruhe kommen. Die Jugendherbergen entlang des Ökumenischen Pilgerwegs in Sachsen stehen den Pilgern für Übernachtungen und ein stärkendes Frühstück zur Verfügung. Der Pilgerausweis ersetzt die Mitgliedskarte im Deutschen Jugendherbergswerk.

Weiterführende Informationen: Ökumenischer Pilgerweg